Wir machen Sommerpause - am 2. September geht es weiter!

 

Knorkator

„Wir freuen euch uns zu sehen“

Die Band, die sich selbst als „die meiste Band der Welt“ bezeichnet ist auf „Wir freuen euch uns zu sehen“-Tour - auch im Kaminwerk. Laut Knorkator wird dies keine normale Tour sein. In den letzten Monaten hätten die Mitglieder der Band daran gearbeitet, untereinander austauschbar zu sein. Jeder könne jetzt singen und auch Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard spielen. Und zwar meisterhaft. Vor jeder Show werde ausgelost, wer an dem Abend welche Aufgabe bekomme. Die Fans können sich also auf völlig absurde Bandbesetzungen freuen. Aber natürlich kann es auch sein, dass man gerade im Kaminwerk ausgerechnet einen Abend erwischt, wo zufällig jeder sein ursprüngliches Instrument bedient. Des Weiteren hätten Knorkator von verschiedenen Herstellern die Ehre erhalten, neue, innovative Instrumente erstmalig exklusiv auf ihre Live-Tauglichkeit zu testen. Da sich die meisten dieser Geräte aber noch in der Entwicklungsphase befänden und die Hersteller sehr auf ihre Firmengeheimnisse bedacht seien, würden diese Instrumente schwarz angestrichen und schlecht ausgeleuchtet, um Industriespionage zu verhindern. „Jede Show wird außerdem 24 Stunden dauern, aber nur ein Zwölftel davon wird der Öffentlichkeit zugänglich sein“, so die Band. Die Berliner Band Knorkator ist eine schillernde und außergewöhnliche Musikformation, der es gelingt, souverän und verspielt aggressiven Hardcore Metal mit feinsinnigem und klassischem Tonsatz zu verbinden. Die Konzerte sind legendäre, bizarre Wechselbäder aus bunt zusammen gewürfelten Stilistiken, einerseits leichtfüßigem Tanz zwischen rüdem Gefluche und zarter Poesie, pathetischem Größenwahn und infantilem Blödsinn andererseits. Sänger Stumpen ist gleichsam die Personifizierung dieser Vielfalt. Als großflächig tätowierter Glatzkopf schimpft er lautstark auf sein Publikum ein, um im nächsten Moment mit schwindelerregendem Falsett Arien zu schmettern. Pianist Alf Ator, der sich auch als Komponist und Texter verantwortlich zeichnet, zerschlägt dazu auch gern mal im Takt seine Instrumente oder wirft Schaumgummiorgeln ins Publikum. Gitarrist Buzz Dee treibt mit seiner Figur und seinem Gitarrensound selbstbestimmt und eigenständig den Sound der Band voran. Foto: Gerhard Westrich